Über den Vorfall am wasserfall machte ich mir nicht mehr allzu viele Sorgen und stimmte Soertly zu:"Ja,das geräusch liebe ich und diesen duft erst!" Ich atmete die frische,klare Luft ein und schnaubte. Sarrar schien,als wäre sie müde von ihrer reise hierher,wir wussten zwar nicht,woher sie kam und ob sie überhaupt in unsere herde wollte,aber sie konnte gern bleiben und deshalb ließ ich sie vorerst in Frieden."Es hat aufgehört zu regnen",bemerkte ich schließlich und fragte."sollen wir woanders hingehen? Sarrar kann sich ja hier etwas ausruhen."
Die e-mail hab ich auch bekommen,sogar drei Mal.(?) Ich bin in so einem Verein,in dem der Jahresbeitrag für Tierschutzprojekte gespendet wird und man 2x im Jahr eine Zeitschrift bekommt.Ich bin mir da sicher,dass das Geld zu den Tierheimen und Projekten kommt,jedoch denke ich,sollte man erst schauen,was für eine Organisation das ist,wofür man spendet und ob diese seriös erscheint.Gott weiß,wo das Geld sonst landet. Eigentlich alle Tierheime freuen sich auch über Sachspenden in form von Decken,Futter,spielzeug usw.,aber das habe ich noch nicht gemacht.
Ich stand am Eingang der Höhle und schaute hinaus.Der Himmel war von dunklen Wolken verhangen und ich überlegte,wann es wohl zu regnen beginnen würde. Es war nicht sonderlich windig und ziemlich warm,vielleicht gab es sogar ein Gewitter.Dann drehte ich mich um und bemerkte soertlys veränderten Gsichtsausdruck und fragte:"Was hast du?2
"Das hier ist die Höhle.Wir suchen hier bei stärkerem Regen und Unwettern Schutz.Man kann auch hier schlafen,aber ich bevorzuge den Herdenplatz,"erklärte ich Sarrar und trat in die große Höhle ein."Hoffentlich regnet es nicht schon wieder so lange",meinte ich noch zu Soertly.Die Sonne war mittlerweile untergegangen und langsam wurde es dunkler.
Aufmerksam spitzte ich die Ohren und schaute zwischen dem Regen in Soertlys Richtung.Im wilden Galopp kam er angerast und mein ganzer Körper straffte sich : Gefahr ? Als Soertly mir jedoch erzählte,er habe sich wahrscheinlich vor einem kleinen Tier oder einem fallenden Ast erschreckt,war ich zuerst beruhigt."Vielleicht sollten wir zur Höhle gehen",sagte ich schließlich,meinen Blick fest auf die Lichtung gerichtet.Es regnete stark und der Wind wehte stärker.Ich sollte einfach davon ausghen,dass es nur der Wind war,dachte ich und sagte:"Lasst uns gehen." Dann ging ich los.
Anstatt meine Nase wie Sarrar und Soertly ins Gras zu senken,wälzte ich mich. Danach stand ich wieder auf,schüttelte mich und atmete in tiefen Atemzügen die frische,leicht feuchte Luft ein.Dann sagte ich zu ihnen."Wartet kurz hier,ich komme sofort wieder.Ich gehe nur kurz mal näher ran." Schon trabte ich flott los,wand mich zwischen Bäumen umher und lief schneller,wobei die Luft,je näher ich kam,immer feuchter wurde und ich das Wasser auf meinem Fell spürte. Ich schaute kurz zum Wasserfall. Dann stoppte ich und drehte meinen Kopf,sah mich um,aber zu meiner Enttäuschung sah ich kein anderes Pferd in der Nähe.Dabei hatte ich gehofft,es wäre eines hier,denn einmal hatte ich eins hier getroffen. Es gehörte jedoch schon einer Herde an - leider.Ich wusste es noch genau: Es war eine zierliche Fuchsstute mit einer schmalen Blesse,wahrscheinlich ein Vollblut.Ich wünschte mir sehr,noch weitere Herdenmitglieder zu finden,dieses Gebiet war riesig und wunderschön.Warum kam nur keiner? Unzufrieden schnaubte ich und senkte meine Nase in das Wasser und begann zu trinken.Ich sah,wie sich die bald untergehende Sonne,goldfarben im Wasser spiegelte,sowie der Himmel in seinem leuchtendem Blau,ohne von einer einzigen Wolke verdeckt zu werden. Nachdem ich zuende getrunken hatte,sah ich mich nochmal um und schlenderte zurück zu den anderen.Dann meinte ich zu Soertly:"Einmal habe ich ein Pferd dort drüben getroffen",wobei ich mit meinem Kopf in Richtung des Wasserfalls deutete "Aber jetzt war keines da - leider." Ich leiß den Wind durch meine Mähne wehen und begann schließlich ebenfalls zu grasen.
Während wir auf den Wasserfall zutrabten,glänzte und glitzerte mein noch etwas nasses,dunkles Fell im goldenen Licht der Sonne. Es war sehr warm und ein leichter,kühler Wind fuhr durch unsere Mähnen und Schweife. Ich drehte mich kurz um und sah,dass Soertlys Fell und die dunklen Flecken von Sarrar genauso glänzten wie meines. "Schwimmen können wir hier nicht,aber genug zu fressen und zu trinken gibt es hier und entspannen und den tollen Ausblick genießen kann man allemal." Ich schaute hoch und verfolgte den Lauf des Wassers,wie es gewaltig herunterfiel und rauschte.
"Ja ok,dann lasst uns losgehen",sagte ich und begann langsam zu traben.Ich schnaubte und bahnte mir einen Weg zwischen den Bäumen und Büschen,wobei meine Mähne bei jedem Schritt leicht wippte. "Gleich sind wir da!",rief ich,während wir zuerst zwischen den Bäumen trabten,dann über eine kleine Lichtung und schließlich sah man den beeindruckenden Wasserfall schon vo Weitem.
"Soll ich euch einen weiteren Ort zeigen?",fragte ich nach einer Pause. Ich spitzte die Ohren. "Du kennst jetzt glaube ich alle Orte,bis auf den Wald,die Felder und den Wasserfall.Am besten ich zeige sie euch,denn die Herdenmitglieder sind ja schon mal verstreut an diesen Orten,da ist es gut,wenn ihr sie kennt",sagte ich zuerst an Soertly,dann auch an Sarrar gewandt. "Habt ihr Lust?" Mein Schweif schlug hin und her,denn ich war gespannt was sie zu dem Wasserfall sagen würden.Immer noch stand ich mit allen vier Beinen im Wasser und die Sonne spiegelte sich goldgelb darin.
Ich schaute zu der Gescheckten und lief ein paar Schritte zu ihr hinüber. "Woher kommst du und warum bist du von deiner alten Heimat fortgegangen? Ich glaube,auf der Insel gibt es drei oder vier Herden und ein paar Gruppen der Junghengste.",fragte ich sie. Ich wollte nicht zu neugierig klingen,aber diese Frage interessierte mich einfach und es blieb schließlich ihr überlassen,ob sie antwortete oder nicht. Ein Ohr hatte ich in ihre Richtung gestellt und das andere in Soertlys,der auch im Wasser watete.
Die neue schien nett zu sein. "Nun ja,ich weß auch nicht,irgendwie hat sich noch kein Pferd hierhin verirrt und wollte unserer Herde beitreten.Aber wir hoffen,dass sich das noch ändert und wir noch mehr Herdenmitglieder finden.Langsam wächst unsere Herde ja schon",antwortete ich und lächelte. "Sollen wir nochmal ins Wasser gehen?",fragte ich die zwei. Ich schaute kurz zum Himmel und sah einige dunklere Wolken,aber zumindest regnete es nicht. Dann schüttelte ich meine dunkle Mähne und töltete ins Wasser,sodass es zu allen Seiten aufspritzte.Das klare Wasser umspielte meine Beine und mei Schweif pendelte leicht hin und her,ein wenig vom Wind angetrieben.
(du musst nciht drunterschreiben,dass das bild von slawik ist. Es steht ja schon unter "aussehen" und auf dem Bild auch Aber wenn du es möchtest,kannst du es auch stehen lassen )
Ich blieb plötzlich stehen und starrte in eine Richtung. Dann wieherte ich freundlich zu dem fremden Pferd hinüber."Lass uns mal rübergehen,Soertly",sagte ich und trabte freundlich wiehernd auf den Schecken zu. Neugierig spitzte ich die Ohren,das Wasser spritzte beim Traben leicht auf. Ich ging aus dem klaren Wasser raus und schüttelte mich. "Hallo",begrüßte ich die Stute."Das ist Soertly und ich bin Sammy",stellte ich uns vor. "Zur Zeit sind wir zwei die einzigsten Herdenmitglieder. Wie heißt du?"
Es hatte wieder aufgehört zu regnen und ich spitzte die Ohren in Richtung Strand. Soertly galoppierte neben mir und unsere Hufe schienen den Boden nur leicht zu berühren,Bäume und Büsche flogen an uns vorbei.Es dauerte eine Weile bis zum Strand,aber es würde sich lohnen.Ich genoss es nach dem Aufenthalt in der Höhle mal wieder richtig zu galoppieren. "Da vorn!",rief ich und legte sogar noch etwas an Tempo zu. Weniger Wolken waren mittlerweile am Himmel,die Sonne schien wärmend auf unser dunkles Fell.Der ockerfarbene Sand flog in die Höhe und ohne langsamer zu werden,galppierte ich in das wunderbar klare Wasser. Wassertropfen spritzten und ich prustete mir das Wasser aus der Nase.Das Wasser war so frisch und klar,dass man hier sogar den Boden sehen konnte,es gab keine Strömungen,es war einfach wunderbar.Ich schüttelte meine Mähne und ging soweit ins Wasser hinein,dass noch nicht schwimmen musste,aber es fast über meinen Rücken reichte. Diesen ort hatte ich schon immer gemocht.Am Ufer standen schattenspendende Bäume und es gab hier zu fressen,man hatte einen tollen Ausblick und hier konnte man die Sonnenuntergänge am besten beobachten. Soertly war auch im Wasser und ich rief:"Gefällt dir der Ort?"
"Sollen wir zum Strand gehen?",fragte ich. Ich schlug ärgerlich mit dem Schweif hin und her, denn es hatte abermals angefangen zu regnen. Ich schlug mit einem Vorderhuf auf und schaute den Hengst an: "Hast du Lust? Der Regen hält mich jetzt nicht mehr auf,endlich mal aus der der Höhle zu gehen",rief ich entschlossen,schaute mich um, versicherte mich,dass er mitkam und glaoppierte los, während meine Mähne im Wind flatterte.
"Nachmittag vielleicht?",antwortete ich dem Hengst. "Oh,es hat aufgehört zu regnen",rief ich erfreut und trabte hinaus. Die Wolken waren immer noch am Himmel,aber es sah nicht so aus, als ob es gleich wieder anfangen würde zu regnen oder zu hageln. Unternehmungslustig prustete ich und schaute zu Soertly: "Möchtest du einen weiteren Ort der Insel sehen?",fragte ich. Aufgeregt schlug mein Schweif hin und her, am liebsten würde ich auf der Stelle losgaloppieren,denn so schön und nützlich die Höhle auch war, draußen fühlte ich mich wohler und man kann sich mehr bewegen. Ich spitzte meine Ohren und schaute ihn auffordernd an.
"Frühling?!?",fragte ich lachend. "Zu früh gefreut." Denn es hagelte und schnell töltete ich zurück in den Eingang der Höhle,von hier aus konnte ich den Himmel beobachten, ohne von Hagelkörnern erschlagen zu werden. Nun ja, soooo groß waren sie nun auch wieder nicht... Abermals schüttelte ich mir die Mähne,aber nicht wegen dem Sand,sondern um die kleinen Körner abzuschütteln.
Ich stand auf und lief zum Eingang der Höhle. Ich hob interessiert den Kopf schaute zum Himmel. "Es hat aufgehört zu regnen, aber die dunklen Wolken sind immer noch da",bemerkte ich. Es war außerodentlich warm für diesen Monat und Schnee hatte es bisher noch keinen gegeben. Ich ging ein Stückchen aus der Höhle und atmete die frische,kühle Luft ein, die immer so schön roch nach Regenfällen. "Nach Regen riecht die Luft noch sauberer,als sie hier eh schon ist. Als hätte das Wasser sie gewaschen",sagte ich zu dem Windfarbenen. Der Wind war nicht allzu stark, leicht wog er meine dunkle,fast schwarze Mähne hin und her. Vom Liegen hatte ich noch etwas Sand auf dem Fell, den ich mit einem kräftigen Schütteln hinunterwarf. Ich schnaubte zufrieden und schaute wieder in Richtung Himmel,wo einige warme Sonnenstrahlen den Weg durch die Wolken fanden.